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... aber auch hervorragend als Notenständer geeignet...


... bietet der BookSeat bereits einige Einsatzmöglichkeiten, bevor man zu einer eingehenderen Betrachtung als Multifunktionstool kommt.
Der BookSeat besitzt auf der Rückseite eine integrierte Tasche, die großzügig bemessen ist. Hier passt z.B. ein mp3-Player, ein Handy, ein Päckchen Taschentücher oder eine Fernbedienung hinein.
Die Schlaufe am oberen Ende des BookSeats eignet sich hervorragend, um den BookSeat auf Reisen mit einem Karabinerhaken an Koffer oder Rucksack zu befestigen.
Er ist sogar als Reisekissen geeignet und recht bequem. Der Stoff ist angenehm weich. Das Material lässt sich bei leichten Verschmutzungen gut feucht abwischen.


Der BookSeat ist ca. 25 x 35 x 20 cm groß, sehr leicht und in verschiedenen Farben erhältlich.

In Deutschland wird BookSeat u.a. durch LeseSpaten vertrieben, wo er für 27,90€ zzgl. Versandkosten bestellt werden kann.
LeseSpaten zeichnet sich durch ein besonders umfangreiches Sortiment an Leseasseccoires, nette und kompetente Ansprechpartner und faire Versandkosten aus.
Im Gegensatz zu vielen Internetshops, die für eine Bestellung pauschal Paketporto berechnen, ist der Versandkostenanteil inkl. Verpackung hier aufgegliedert in Maxi-Briefe, Päckchen und Pakete.
Wer zwar eine Lesehilfe sucht, aber sich einfach nicht zwischen Leselotte, SchMUSErolle und BookSeat entscheiden kann, findet hier alles über einen Anbieter und noch viele weitere nützliche, schöne und lustige Leseaccessoires.

Ich möchte meine SchMUSErolle gerade im Bett und auf der Couch nicht missen, und sie ist für mich immer noch der Sieger in Sachen Preis-Leistungsverhältnis und Kuscheligkeit, allerdings punktet der BookSeat ebenfalls mit Multifunktion, und als Reiseaccessoire und was das Kriterium der Reinigung angeht, hat er bei mir sogar die Nase vorn!

Herzlichen Dank an Matthias Schiebold von LeseSpaten für das zur Verfügung gestellte Testexemplar und den netten Kontakt!


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Dienstag, 25. Januar 2011

[REZENSION] Biermann, Franziska - Der magnetische Bob

Franziska Biermann
Der magnetische Bob
Verlag: Residenz
64 Seiten, Hardcover
ISBN-10: 3701720835
ISBN-13: 978-3701720835
empfohlenes Lesealter: 4 Jahre

Das erste freudige Juchzen entfuhr mir direkt, nachdem ich das Buch aus der Folie befreit hatte: ihm liegt ein passendes Magnetlesezeichen mit Illustrationen von Franziska Biermann bei, auf dem die kleine Etna mit ihrem Babybruder Bob abgebildet ist.

Baby Bob ist der Sonnenschein der ganzen Familie - zunächst jedenfalls. Bereits nach wenigen Tagen ist es bei Bobs großer Schwester mit der anfänglichen Freude vorbei. Mit Bob kann man nichts anfangen: er macht nichts außer schlafen, jaulen, sabbern, knabbern und pieseln. Zudem ist Etna nun bei ihrer Familie abgemeldet: alles dreht sich nur noch um Bob. Als Bob Etnas Zimmer verwüstet, platzt ihr der Kragen. Was zu weit geht, geht zu weit! Aber statt Bob bekommt Etna Ärger, weil sie ihm einen selbst gehäkelten Maulkorb verpasst hat.
Als eines Tages alle metallischen Gegenstände an Bob kleben bleiben, hat Etna eine Idee! Bob ist magnetisch und Etna geht nun täglich mit ihm auf Schatzsuche. Bei ihren Freunden ist der magnetische Bob DIE Sensation und das Ganze ein Riesenspaß, bis sie eines Tages einem Räuber begegnen, der sich soeben eine Tasche voll Münzen unter den Nagel gerissen hat...

Auf Grund des Formats und der Seitenanzahl dachte ich zunächst, dass "Der magnetische Buch" ein Kinderbuch für 6- oder 8-jährige ist, aber nach dem ersten Durchblättern sieht man schnell, dass die Illustrationen und der Textumfang ideal für ein Vorlesebuch ab 4 Jahren sind.
Die Illustrationen sind pfiffig und mit viel Witz im Detail umgesetzt, hier gibt es auch für größere Kinder und erwachsene Vor(-leser) jede Menge zu entdecken. Alle Seiten sind großzügig illustriert, die Farbgestaltung ist frisch und bunt, zarte und helle Farben dominieren. Die gewählte Schriftgröße ist sehr angenehm zum Vorlesen. Das Schriftbild ist allerdings nicht durchgehend in einer Größe gehalten, sondern Schlüsselbegriffe und wichtige Details werden hervorgehoben.

Die Geschichte erzählt mit einer ungewöhnlichen und putzigen Idee davon, wie größere Geschwisterkinder sich benachteiligt fühlen können, wenn Nachwuchs ins Haus kommt. Mit viel Ironie bekommen aber auch die Eltern und die "Guzzi Putzi"-Verwandtschaft ihr Fett dabei weg, so dass nicht nur die großen Geschwister bei der Lektüre lernen, dass man auch mit dem kleinsten Knirps irgendwann viel Spaß haben kann, sondern die Verwandtschaft, dass man neben dem reichsten Baby der Welt, der berühmtesten großen Schwester der Welt genauso viel Aufmerksamkeit schenken muss.

Die Anmerkung der Autorin am Ende des Buches hat mir ein weiteres Schmunzeln entlockt, hat es mich doch ironisch an die ermahnenden Bemerkungen erinnert, die sich Kinder so oft im Fernsehen anhören müssen: "Nicht zur Nachahmung geeignet." Wer keinen magnetischen Bob zu Hause hat, geht also einfach mit einem Magneten auf Schatzsuche oder lässt sich von seinen Eltern auf ein Eis einladen.

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[REZENSION] Jatzek, Gerald / Steffen, Andrea - Rabaukenreime

Gerald Jatzek / Andrea Steffen
Rabaukenreime
Verlag: Residenz
64 Seiten, Hardcover
ISBN-10: 3701720797
ISBN-13: 978-3701720798
empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahre

Das Buch "Rabaukenreime" sticht einem direkt ins Auge, zum einen durch das fabelhaft illustrierte Cover von Andrea Steffen, die auch für die Innenillustrationen verantwortlich ist, zum anderen durch den Titel in großen Kreidebuchstaben, der in einer knallroten Sprechblase direkt aus dem Mund eines Riesen zu kommen scheint.
Das Buch ist von vorne bis hinten eine einzige Spielerei mit Illustrationen, verschiedenen Schriftsätzen und schrägen Reimen. Die Wortspielereien von Gerald Jatzek und die Illustrationen von Andrea Steffen gehen eine einzigartige Symbiose ein. Die Bilder verleihen den Versen einen perfekten Rahmen: das Buch ist ein wahres Reim-Kunst-Werk!
Nicht jedes Gedicht und nicht jeder Reim hat mir gefallen, wobei sich Gerald Jatzeks Wortzauber oft erst beim Vortragen entfaltet, es sind nur wenige Verse zum stillen Lesen geeignet. Aber ein paar Lieblingsstücke (Frühling im Park, Der Schokolöwe, Der Tiger und der Jäger, Liebeserklärung, Die Trauerweide) habe ich darunter gefunden und die Illustrationen sind so einzigartig schön und zauberhaft, dass sich die Anschaffung des Buches in jedem Fall lohnt!

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Sonntag, 23. Januar 2011

[REZENSION] Loe, Erlend - Ich bring mich um die Ecke (Hörbuch)

Erlend Loe
Ich bring mich um die Ecke, gelesen von Anna Carlsson
Verlag: Lauscherlaunge
Länge: 4 Std. 44 Min.
ISBN-10: 3785737483
ISBN-13: 978-3785737484

"Ich bring mich um die Ecke" habe ich bereits im letzten Jahr gelesen und mir nun zusätzlich als Hörbuch einverleibt.
Konnte mich Erlend Loes lakonischer Humor in der Buchvorlage noch nicht völlig überzeugen, hat das Anna Carlsson mit ihrer Verkörperung der Hauptfigur Julie geschafft! Die Geschichte in Tagebuchform ist überhaupt wie geschaffen für ein Hörbuch.

Ich-Erzählerin Julie verliert im Alter von 18 Jahren ihre komplette Familie - Eltern und den älteren Bruder - durch einen Flugzeugabsturz. Aus einem behüteten Elternhaus stammend, bei dem der erfolgreiche Vater bereits genaue Vorstellungen vom beruflichen und gesellschaftlichen Werdegang seiner Kinder hatte, fühlt Julie sich nun verlassen und allein. Auch ihre Freundin und der Psychiater Geier, der bei ihr nur "Psychogeier" heißt, können ihr nicht helfen oder gar die Lebensfreude zurückgeben. Julie hat nur noch ein Ziel vor Augen: auf möglichst ungewöhnliche Art aus dem Leben zu scheiden. Sich während einer Schulaufführung zu erhängen oder bei Hühnern mit der Hühnerpest anzustecken, sind nur zwei von Julies irrwitzigen Ideen, wie man dem Tod AUF die Schippe springen kann.

Anna Carlsson schafft es mit jugendlicher Frische und einer sympathischen Ausstrahlung Julie Leben einzuhauchen. Erlend Loes "Ich bring mich um die Ecke" weiß mit einem ganz speziellen Humor zu punkten, der einen über eine Geschichte lachen lässt, die mit einem traurigen Schicksalsschlag ihren Anfang nimmt. Trotzdem bleibt einem nie das Lachen im Hals stecken. Julies Ansichten und Lebensweisheiten enthalten oft einen wahren Kern und die Geschichte darüberhinaus viele Zitate und Textstellen, die auch noch nachwirken, wenn man den Deckel über der letzten Seite zugeschlagen bzw. die letzte CD zu Ende gehört hat.